Zahlen und Fakten
Das Schriftgutinventar des Historischen Museums Frankfurt umfasst eine thematisch und materiell heterogene Sammlung von Papierobjekten zur Alltags-, Stadt- und Protestkultur der hessischen Metropole. Der seit den 1990er-Jahren aufgebaute Bestand enthält historische Bücher, Zeitschriften und graue Literatur, darunter Broschüren und Flugschriften zu NS- und Industriegeschichte, Migration, dem städtischen Vereinswesen sowie sozialen Bewegungen, z. B. den 68ern, dem Häuserkampf , oder der Frauenbewegung. Mit ihren alltagsgeschichtlichen Zeugnissen deutscher Großstadtkultur ist die Sammlung von überregionaler Bedeutung für die Erforschung von Urbanisierung und sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts.
Da die Objekte in säurehaltigen Archivkartons lose aufeinander lagen, waren sie von Lagerungs- und Säureschäden betroffen. Im Rahmen eines dreijährigen KEK-Modellprojekts wurde eine konservatorisch nachhaltige Neuverpackung in alterungsbeständige, gepufferte Materialien vorgenommen. Damit ist der Bestand wieder für Forschung, Ausstellungen und Vermittlungsformate nutzbar.