Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Wolfenbüttel, Deutschland
Jahr
2019
Förderlinie
Träger
Schadensbild
Maßnahme
Gattung
Materialität
Überlieferungssegment
Fördersumme
19.190,00 Euro
Landesmittel
19.190,00 Euro
Gesamtmittel
38.380,00 Euro
Bände (Bibliothek)
4.100

Die ehemalige Universitätsbibliothek Helmstedt (1576–1810) umfasst einen über Jahrhunderte gewachsenen Buchbestand, der das Profil einer protestantischen Universitätsbibliothek der Frühen Neuzeit widerspiegelt. Über Schenkungen und Nachlässe wurden Privat- und Gelehrtenbibliotheken Teil der Sammlung. Darunter 1618 die "Bibliotheca Julia" aus Wolfenbüttel und 1704 die herzogliche "Bibliotheca Rudolphea". Im 18. Jahrhundert umfasste die Universitätsbibliothek ca. 80.000 Bände, die Registratoren neu katalogisierten. In der Napoleonischen Zeit wurde die Universität Helmstedt geschlossen und die Buchbestände auf mehrere Standorte verteilt: Ein Teil blieb in Helmstedt oder kam in die Universitätsbibliotheken Göttingen bzw. Marburg. Die meisten Bücher und historischen Kataloge befinden sich seitdem in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB). 

Zahlreiche Bücher im Bestand der HAB tragen unikale Nutzungsspuren. Darunter durchschossene Studienexemplare mit handschriftlichen Annotationen und Werke mit individuellen Einbandmerkmalen. Diese unikalen Objekte verfügen über ein besonderes Auswertungspotential für die Materialwissenschaft, Provenienzforschung und Studien zu Gelehrtenpraktiken. Der Bestand wird seit Ende 2016 im Magazinneubau der HAB in einer Rollregalanlage aufbewahrt. Durch die Bewegung der Anlage waren insbesondere die vorgeschädigten Exemplare im Originalerhalt gefährdet. 

Der Gesamtbestand umfasst rund 20.000 Bände. Für den Projektbeginn (Teil I des Gesamtvorhabens) wurden zunächst 4.100 Bände mit den kleinen Formate Quart, Oktav und Duodez aus der ersten Sachgruppe des Bestands vorgesehen.