Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Bonn, Deutschland
Jahr
2020–2021
Förderlinie
BKM-Sonderprogramm
Kategorie
Bibliotheksbestand
Träger
Schadensbild
Gattung
Materialität
Fördersumme
26.100,00 Euro
Arseneinband

Arsenhaltiges Schriftgut kann gesundheitsgefährdend sein. Der Nachweis und die Behandlung arsenhaltiger Bände ist darum umso wichtiger. Ein KEK-Projekt der ULB Bonn hat in Kooperation mit der TH Köln erforscht, wie arsenbelastete Bände erkannt und wiedernutzbar gemacht werden können. Ein Querschnitt des Bestands aus verschiedenen Epochen zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert mit unterschiedlichen Grünfärbungen diente als Probe. Mithilfe von Röntgenfluoreszenz, Ramanspektroskopie und Röntgendiffraktometrie wurde ermittelt, ob sich arsenhaltige Pigmente in den untersuchten Teilen der Bücher finden. Das Ergebnis: Die angedachte visuelle Erlernung zur Unterscheidung von grünen Malmitteln mit und ohne Arsen ist nicht möglich. Visuell, optisch und strahlentechnisch können die entsprechenden Pigmente nicht bestimmt werden. Stattdessen führt allein die elementspezifische Analyse und der nasschemische Test zu einem Ergebnis. Die Erkenntnisse werden nun genutzt, um einen handelsüblichen Test auf Arsen zu recherchieren und zu erproben.