Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Weimar, Deutschland
Jahr
2022
Förderlinie
Kategorie
Träger
Schadensbild
Gattung
Fördersumme
20.000,00 Euro
Landesmittel
20.000,00 Euro
Gesamtmittel
40.000,00 Euro
Laufende Meter (Archiv)
50,00 Meter

Die Bestände "Thüringisches Justizministerium" (1920–1935) und "Land Thüringen – Ministerium der Justiz" (1945–1952) umfassen insgesamt 3.108 zumeist fadengebundene Akten. Die Unterlagen geben Einblick in die Gesetzgebung, Rechtsprechung und den Strafvollzug Thüringens. Sie dokumentieren die Zentralisierungsmaßnahmen und Abhängigkeiten der Justiz zwischen den 1920er- und 1950er-Jahren im Spannungsfeld von Land und Staat sowie im Kontext zweier Diktaturen. Die Archivalien werden für die justizrelevanten Bereiche sowohl für die NS-Forschung als auch für die Aufarbeitung der Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone und DDR auf dem Territorium Thüringens intensiv genutzt. Seit der Wiedervereinigung werden die Unterlagen für den Zeitraum nach 1945 auch für strafrechtliche und berufliche Rehabilitierungen betroffener Personen herangezogen. Beide Bestände sind seit 2020 online über das Archivportal Thüringen recherchierbar. 

Das säurehaltige Holzschliffpapier als Informationsträger war in seiner Stabilität und Haltbarkeit gefährdet. Verstärkt wurden diese Prozesse insbesondere beim Bestand "Land Thüringen – Ministerium für Justiz" durch die zusätzliche mangelhafte Papierqualität der Nachkriegszeit. Im Projekt des BKM-Sonderprogramms wurden die beiden Bestände entsäuert und durch restauratorische Maßnahmen gesichert.