Zahlen und Fakten
Das Stadtarchiv Karlsruhe verwahrt einen umfangreichen Bestand historischer Bauakten, der 2015 durch Akten aus der Registratur des Bauordnungsamtes vervollständigt wurde. Die Archivalien dokumentieren nahezu lückenlos die architektonische Gestaltung Karlsruhes vom 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie zeugen unter anderem von Häusern, die heute nicht mehr existieren, darunter zahlreiche kriegszerstörte Gebäude.
Aufgrund einer früheren unsachgemäßen Lagerung wiesen insbesondere die aus dem Bauordnungsamt übernommenen Akten starke Verschmutzungen sowie vielfältige mechanische Schäden auf. Ein weiteres Problem war das Trägermaterial, bei dem es sich um säurehaltiges Holzschliffpapier handelt. Daher wiesen die Akten oft deutliche durch Säureschäden verursachte Zerfallsspuren auf. Am schlechtesten hatten sich die Pläne auf Transparentpapier erhalten, die äußerst fragil waren und leicht auseinanderbrachen. In besonders schlimmen Fällen lagen nur noch Bruchstücke vor.
In der KEK-Modellprojektförderung 2012 wurden die rund 16.500 historischen Bauakten bereits restauratorisch gesichert. Um das Papier vor weiterem Zerfall zu schützen, wurde zudem ein erster Teil der Archivalien entsäuert. Im BKM-Sonderprogramm 2017 erfolgte die Entsäuerung des zweiten Teils mit rund 8.800 Aktenheften (ca. 98 laufende Meter) aus der Registratur des Bauordnungsamts.