Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Speyer, Deutschland
Jahr
2020
Förderlinie
Träger
Gattung
Fördersumme
30.000,00 Euro
Eigenmittel
30.000,00 Euro
Gesamtmittel
60.000,00 Euro
Bände (Bibliothek)
3.600

1921 wurde die Pfälzische Landesbibliothek gegründet. Der Bestandsaufbau mit einem hohen Anteil an Pflicht- und landeskundlichen Medien setzte schon 1920 ein. Hinzu kamen zeitgeschichtlich wertvolle Medien, die sich mit dem deutsch-französischen Verhältnis insbesondere seit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzten. Dieser Gründungsbestand an Büchern und Broschüren bis 1933 wurde seit der Erwerbung vor rund100 Jahren nie gereinigt oder systematisch saniert. Die Reinigung ist eine Voraussetzung für die mittelfristig geplante Massenentsäuerung der Gattungen "Pflicht" und "Landeskunde". Daneben weisen die einzelnen Bände spezifische Schäden auf, die vom Alter, aber auch der Benutzung abhängig sind. 

Von zwei Dienstleistern wurden die meterweise verzeichneten Bücher und Broschüren umfassend gereinigt. Hinzu kamen pro laufendem Meter durchschnittlich acht buchbinderische Maßnahmen oder Schutzverpackungen. Hierbei wurden unter anderem Risse und offene Falze mit Japanpapier geschlossen, lose Blatter eingeklebt, gerissene Leinenfalze des Einbandes mit Buchbinderleinen überklebt. Insbesondere bei Bänden der Fächer "Pflicht" und "Landeskunde" wurden rostige Klammern entfernt und die Bücher neu gebunden. Aufwendigere Einbände erhielten Kassetten, Bände mit Lederzerfall ("red rot") bekamen Umschläge aus Barrierepapier, die eine verschmutzungsfreie Nutzung ermöglichen. Jeder Band wurde im Nachgang durch die Schlussstelle des Hauses kontrolliert, sodass projektbegleitend eine Bestandsrevision umgesetzt werden konnte. Bei der Wiederaufstellung im Magazin auf zwischenzeitlich gereinigten Regalen wurden Buchstützen verwendet, um weitere Schäden zu verhindern.