Zahlen und Fakten
Ziel des KEK-Modellprojekts war es, den Rara-Bestand der Bibliothek des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) zu reinigen und fachgerecht zu verpacken. Der Rara-Bestand ist ein abgeschlossener Sammlungsbestand und beherbergt besonders wertvolle Werke sowie Schriften mit nachgewiesenem Alleinbesitz in Deutschland. Die Bandbreite reicht von Pergamentbänden bis zu Broschüren und Flugblättern, ist also materiell und erscheinungszeitlich überaus heterogen. Insbesondere antisemitische Schriften des 19. und 20. Jahrhunderts, die auf rasche Verbreitung und propagandistische Wirkung abzielten, sind in hoher Zahl als Kleinschriften und Periodika in minderer Papier- und buchbinderischer Qualität erschienen und mit Jahrzehnten an Nutzungs- und Lagerungsspuren entsprechend beschädigt. Da das Angebot an Quellenbeständen zum Thema Antisemitismus durch die jüngste deutsche Geschichte (Kriegsverluste und -zerstörungen) erheblich vermindert wurde, sind die noch vorhandenen Bestände unbedingt systematisch zu sichern.