Zahlen und Fakten

Für den südlichen Teil des heutigen Brandenburgs ist die "Lausitzer Landeszeitung" von erheblicher Bedeutung. Neben den Archivbeständen zur Geschichte der Region, die vor allem im Brandenburgischen Landeshauptarchiv verwahrt werden, bildet sie eine Hauptquelle für die Erforschung der Geschichte einer Landschaft, die durch die sorbische Bevölkerung und den im 19. Jahrhundert einsetzenden Braunkohleabbau geprägt wurde. Die in der Stadt- und Landesbibliothek (SLB) Potsdam verwahrten Zeitungen umfassen 30 Foliobände der Quartalsausgaben 1919 bis 1936, die nach dem Brandenburgischen Pressegesetz Pflichtexemplare für die Region sind. 

Da keine Mikroformen vorliegen, sind die Originale die einzigen existierenden Informationsträger. Aufgrund endogener und exogener Schäden sind sie jedoch nicht mehr nutzbar. Zudem sind die Zeitngen so fragil, dass eine Sicherungsverfilmung oder Digitalisierung sie unwiederbringlich zerstören würde. Deshalb wurden die Bände im BKM-Sonderprogramm trockengereinigt, entsäuert, stabilisiert und in Archivkartons verpackt. Die Nutzung der Zeitungen unter Aufsicht in den Räumen der SLB ist nun wieder möglich. Zu ihrem Schutz soll perspektivisch eine Digitalisierung erfolgen.