Zahlen und Fakten
Die Ratsprotokolle bilden die städtische Kernüberlieferung. Sie dokumentieren das Verwaltungshandeln der Stadt Gifhorn und sind damit eine unverzichtbare Grundlage für die geschichtliche Forschung. Besonders hervorzuheben ist, dass die Protokolle aus der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 vollständig erhalten sind. Der Bestand wurde mit Hilfe des BKM-Sonderprogramms als vorbereitende Maßnahme zur Digitalisierung gereinigt und entsäuert; zudem wurde eine Schadenserfassung vorgenommen. Die Einteilung der Schadensklassen erfolgte auf Grundlage des Schadenskataster der Staatlichen Archive Bayerns (SK1 Kein Schaden, SK 2 Leicht, SK 3 Mittel, und SK 4 Schwer). Von 40 Verzeichniseinheiten (VZE) wurden bei der Schadenserfassung 9 VZE der SK1, 24 der SK2 und 7 der SK3 zugeordnet.
Weitere amtliche Unterlagen aus dem Bestand C (1800–1945), insbesondere Unterlagen aus der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch Akten mit endogenen Schadensprozessen im Anfangs- und fortgeschrittenem Stadium durch Säurefraß wurden gereinigt und entsäuert. Zudem fand durch den Dienstleister eine Schadenserfassung statt. Dabei wurden 85 VZE der SK1, 152 VZE der SK2 und 55 VZE der SK3 zugeordnet. Nach der Rücklieferung der Akten wurde in Eigenleistung mit der Erneuerung der Schutzverpackungen sowie einer detaillierten inhaltlichen Verzeichnung begonnen.