Zahlen und Fakten

Ort
Stuttgart, Deutschland
Jahr
2025
Förderlinie
Träger
Schadensbild
Überlieferungssegment
Fördersumme
5.800,00 Euro
Eigenmittel
5.800,00 Euro
Gesamtmittel
11.600,00 Euro
Bände (Bibliothek)
5.250
Blätter
7.000

Die Flugblattsammlung der Bibliothek für Zeitgeschichte zur Weimarer Republik (1918–1933) ist einzigartig, sowohl was ihre politische Bandbreite als auch was ihre quantitative Geschlossenheit betrifft. Sie umfasst 7.000 Flugblätter, die für die massenhafte und schnelle Verbreitung in der Öffentlichkeit bestimmt waren. Sie wurden von politischen Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und parteinahen Vorfeldorganisationen der Weimarer Republik angefertigt. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bilden Flugblätter zu den Wahlen 1918 bis 1933 inklusive begleitender Kundgebungen. Weitere thematische Konvolute liegen zum Kapp-Putsch von 1920, zum Volksentscheid über die Enteignung deutscher Fürstenhäuser von 1926 und zum Young-Plan von 1929 vor.

Die Flugblätter entstanden im Kontext tagespolitischer Auseinandersetzungen und waren auf Aktualität bzw. eine schnelle Produktion und Verbreitung ausgelegt. Es handelt sich somit um "Eintagserzeugnisse", die auf preisgünstigem Papier gedruckt wurden, teilweise mithilfe von Kleinpressen. Dies erklärt die meist schlechte Papier- und Druckqualität. Eine im BKM-Sonderprogramm 2020 durchgeführte Schadensanalyse ergab, dass die Drucke mehrheitlich aus saurem Papier bestehen. Um die Lebenszeit dieser wichtigen Zeitdokumente zu verlängern, wurde die Flugblattsammlung im BKM-Sonderprogramm 2025 entsäuert.