Zahlen und Fakten
Anders als in den meisten Teilstaaten des 1871 gegründeten Deutschen Reichs existierte für das Großherzogtum und den späteren Freistaat Oldenburg bis 1932 keine Pflichtabgaberegelung. Dennoch waren die Vorgängereinrichtungen der Landesbibliothek Oldenburg (LBO) bereits um eine möglichst vollständige Sammlung des auf oldenburgischem Territorium veröffentlichten Schrifttums bemüht. Allerdings wurden diese Oldenburgica weder am Objekt noch im Katalog als solche gekennzeichnet; ihre Identifizierung erlaubte erst der Oldenburger Teil des Landesprojektes NI-LastCopies. An der LBO konnten 2.929 Titel nachgewiesen werden, die zwischen 1851 und 1932 im Bereich des Oldenburger Landes erschienen sind. 1.798 davon sind Unika; 549 Titel besitzt innerhalb des Verbundkatalogs K10plus maximal eine weitere Einrichtung. Im Rahmen des Projekts NI-Last Copies hat die Landesbibliothek für diese Titel die Erhaltungsverantwortung übernommen.
Stichproben ergaben, dass der Großteil der Oldenburger Quasi-Pflichtexemplare auf säurehaltiges Papier gedruckt wurde und somit akut von Zerfall bedroht war. Im BKM-Sonderprogramm wurden alle 3.950 Exemplare der 2.929 Titel ausgehoben und hinsichtlich ihres Erhaltungszustands sowie ihrer Eignung für eine Entsäuerung geprüft. Anschließend wurden rund 2.000 Bände entsäuert. Aufgrund ihres Erhaltungszustands erhielten rund 1.050 Bände eine Schutzverpackung. Abschließend wurden die Objekte an einem neuen Standort im Magazinbereich aufgestellt.