Zahlen und Fakten
Der Nachlass des deutschen Afrikaforschers und Tierhändlers Josef Menges (1850–1910) umfasst eine umfangreiche Geschäftskorrespondenz, Briefwechsel mit Carl Hagenbeck vom Tierpark Hamburg, handschriftliche Kladden, eine kleine Bibliothek mit Reiseliteratur aus allen Kontinenten, Reisetagebücher sowie drei äthiopische Gemälde. Die Dokumente liefern wichtige historische Informationen zur Tiergeografie, Wirtschaft und Kolonialgeschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und geben Aufschluss über Menges' Forschungsreisen nach Nordostafrika.
Der Nachlass war aufgrund seines Alters und seiner Materialität im Originalerhalt gefährdet. Zudem wurde ein erheblicher Teil des Papierbestands mit Eisengallustinte beschrieben und war daher von Tintenfraß betroffen. Im KEK-Modellprojekt wurden die Unterlagen restauratorisch gesichert und schutzverpackt. Anschließend ist eine umfassende Digitalisierung geplant, um den Bestand der wissenschaftlichen und öffentlichen Nutzung zugänglich zu machen.