Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Gießen, Deutschland
Jahr
2023
Förderlinie
Träger
Maßnahme
Fördersumme
7.135,00 Euro

In der Universitätsbibliothek Gießen befinden sich mehr als 100 Nachlässe aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Deren größter Teil ist im Sondermagazin zusammenhängend und alphabetisch als Nachlassbestand aufgestellt. Bei dieser Gruppe handelt es sich um etwa 2.377 überwiegend unikale Objekte unterschiedlichster Formate. Einige Objekte befinden sich bereits in säurefreien Boxen.

Die Nachlässe sind in den vergangenen 300 Jahren in die Bibliothek gelangt und während dieser Zeit an unterschiedlichen Standorten aufgestellt worden. Staub und Feuchtigkeit wirkten lange auf sie ein, was zu Verschmutzung und Schimmelbildung führte. Teilweise kam es auch zu Beschädigungen. Unter den Nachlässen, die regelmäßig genutzt werden, befinden sich solche bedeutender Persönlichkeiten, z. B. der Teilnachlass des baltischen Naturforschers und Zoologen Karl Ernst von Baer (1792 –1876), der als "Humboldt des Nordens" gilt, oder die Sammlung Walter Benjamin (1892–1940).

Im aktuell entstehenden Neu- bzw. Anbau der Universitätsbibliothek ist ein größeres Sondermagazin mit moderner Klimatisierung vorgesehen, in dem die Nachlässe bald ihren Platz finden sollen. Um die Bände für den Umzug vorzubereiten sowie Staub- und Sporenflug zu vermeiden, wurden sie im BKM-Sonderprogramm erstmals vorsichtig und bestandsschonend trockengereinigt. Eine durchgehende Verboxung in säurefreien Klappdeckelboxen ist aus Platzgründen aktuell noch nicht möglich. Sie ist für die Zeit nach dem Umzug vorgesehen.