Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Nürnberg, Deutschland
Jahr
2024
Förderlinie
Kategorie
Gattung
Materialität
Fördersumme
3.100,00 Euro
Eigenmittel
2.600,00 Euro
Gesamtmittel
5.700,00 Euro
Laufende Meter (Archiv)
1,10 Meter

Es sind wohl die letzten Firmenbücher einer Nürnberger Hopfenhandelsfirma: 33 Hefte, weich und hart eingebundene Büchlein und Bücher, die den mühsamen Weg der Hopfenhandelsfamilie Barth vom wandernden Handelsmann zum Großhändler am Nürnberger Hopfenmarkt im 19. Jahrhundert belegen. Der Bestand enthält Ein- und Verkaufsbücher, Inventare, Kommissionsbücher, Versandbücher, Konten und mehr, die das Leben der Familienmitglieder ebenso aufzeigen wie die lange Entwicklung des Hopfenhandels vom kleinteiligen Haustürgeschäft weg zum großen Exporthandel. 

Dieser Bestand hatte bereits in den 1990er Jahren eine archivalische Erfassung erfahren, war dann aber unsachgemäß gelagert worden. Die Bücher standen auf ihren Rücken und waren jeweils zu mehreren in ligninhaltige, eisenbeklammerte und oben offene Schuber gestellt worden. Daraus resultierten Schäden wie die Lockerung der Bindungen, das Abreiben der Umschläge, das Verknicken und Abreißen von Registern und anderen überhängenden Teilen, sowie das daraus resultierende Einstauben. Zusätzlich wies der Bestand Beschädigungen älteren Ursprungs auf, da das Firmenarchiv bei zwei Bombardierungen 1945 getroffen und verschüttet worden war. 

Im Rahmen des KEK-Modellprojekts wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Zur Sicherung und als Vorbereitung auf eine geplante Digitalisierung erfolgte eine mechanische Reinigung, Glättung und Neuverpackung in liegend gelagerte Klappschachteln durch eine Restauratorin. Zusätzlich wurden die Schäden systematisch erfasst.