Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Leipzig, Deutschland
Jahr
2021–2023
Förderlinie
Träger
Materialität
Überlieferungssegment
Fördersumme
194.000,00 Euro
Eigenmittel
189.530,00 Euro
Gesamtmittel
383.530,00 Euro
Bände (Bibliothek)
17.000

Teil des Bestands der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) ist die Sammlung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums (DBSM), neben der Staatsbibliothek zu Berlin die einzige Sammlung historischer Bücher in alleiniger Trägerschaft des Bundes. Das DBSM wurde 1884 gegründet und dokumentiert historisch bedeutende Beispiele der Druck- und Buchkultur Europas. Als Gründungssammlung wurde die Inkunabelsammlung des Dresdener Verlegers Heinrich Klemm gekauft. Das bedeutendste Stück seiner Sammlung ist ein zweibändiges Pergament-Exemplar der sogenannten Gutenberg-Bibel (B42). Die Klemm-Sammlung geht anders als viele andere Inkunabelsammlungen nicht auf den überlieferten Bestand einer historisch gewachsenen Bibliothek zurück, sondern wurde nach bibliophilen und buchhistorischen Gesichtspunkten zusammengetragen. Der zweite Sammlungsteil wurde vom Börsenverein der deutschen Buchhändler zu Leipzig durch Schenkungen der Mitglieder im 19. Jahrhundert aufgebaut. Er beinhaltete  besonders hochwertig gebundene und hervorragend erhaltene Bücher. Beide Sammlungen sind herausragende Studiensammlungen der historischen Buch- und Druckkultur und Zeugnisse bürgerlicher Sammelkultur. Sie umfassen unter anderem Handschriften, Noten, Inkunabeln und Druckwerke aller Art und zeichnen sich insbesondere durch die Diversität der geografischen Provenienz und Formate aus. 

Im mehrjährigen Projekt des BKM-Sonderprogramms wurden über 6.000 Bände konservatorisch in der Zustandsdokumentation erfasst. Zudem erfolgte eine konservatorische Sicherung von 522 Bänden. An das Projekt schließt sich eine Digitalisierung an. Diese dient der virtuellen Rekonstruktion der historischen Buchsammlungen des DBSM, die sich seit 1945 kriegsbedingt teilweise in Moskau befinden.