Zahlen und Fakten

Bundesland
Ort
Potsdam, Deutschland
Jahr
2024
Förderlinie
Kategorie
Gattung
Materialität
Fördersumme
10.532,98 Euro
Eigenmittel
1.532,99 Euro
Landesmittel
9.000,00 Euro
Gesamtmittel
21.065,97 Euro
Laufende Meter (Archiv)
40,00 Meter
Lagerung in Archivkartons
Die neu verpackten Forschungsberichte. Foto © Martin Geyer

Zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurden im Institut für Landtechnik Bornim (IfL) zwischen 1952 und 1990 etwa 2.500 agrartechnische Forschungsberichte und Abschlussarbeiten angefertigt, die jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Bei dieser bereits katalogisierten und teildigitalisierten Sammlung handelt es sich um Unikate mit z. T. herausragenden Forschungsergebnissen. Ungünstigerweise entsprach die Lagerung nicht den Anforderungen einer archivfachlichen Aufbewahrungsform. Die Objekte wurden bisher im Magazin der Bibliothek des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) stehend in einer Rollregalanlage bei ungünstigen Klimabedingungen gelagert. Teilweise war bereits ein Befall mit Mikroorganismen auf den Rücken und Umschlägen zu erkennen. Die Benutzung war daher nicht möglich. Außerdem sind Schnellhefter nicht formstabil. Die Gefahr der Beschädigung des Inhalts durch Knicke, Risse und Stauchungen ist hoch.

Mit Hilfe der KEK-Modellprojektförderung und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) konnte in einem ersten Schritt ein Teilbestand von 1.500 Berichten restauratorisch erfasst, ein Verpackungs- und Lagerungssystem erarbeitet und umgesetzt werden. Nach der Reinigung lagern die Berichte nun, eingepackt in säurefreie Jurismappen und Archivboxen, in einem geeigneten Raum des ATB. Die konservatorische Aufarbeitung dient sowohl dem langfristigen Originalerhalt als auch der sachgerechten Benutzung im Lesesaal. Zudem wird die Aufarbeitung des Bestands als Vorbereitung für eine spätere vollständige Digitalisierung und eine damit verbundene wissenschaftliche Erfassung und Auswertung betrachtet. Zukünftig sollen weitere ca. 2.500 agrartechnische Forschungsberichte aus anderen nach der Wende abgewickelten Instituten entsprechend aufbereitet werden.