Zahlen und Fakten
Ein Großteil der Notenhandschriften des deutschen Barock-Komponisten Georg Philipp Telemanns (1681–1767) befindet sich im Archiv der Sing-Akademie zu Berlin. Die sogenannten Telemanniana zeigten teilweise schwere Beschädigungen durch Tintenfraß und Papierbruch. Der am schwersten geschädigte Bestand der Sammlung im Umfang von ca. 100 Blättern wurde nach der Etablierung eines geeigneten Restaurierungsverfahrens für das ausgeprägte Schadensbild im Rahmen eines vorangegangenen KEK-Modellprojekts vollständig restauriert. Nach einer Säuberung wurden die Blätter mit sehr dünnem Japanpapier stabilisiert.
Aus der handlungsanweisenden Dokumentation der Ergebnisse ist ein Maßnahmenkatalog mit angemessenen, materialschonenden Methoden und Verfahren für zukünftige Restaurierungsarbeiten an ähnlichen Schadensbildern entstanden. Nach der Sicherung des schwer beschädigten Telemann-Bestands der Sing-Akademie werden die Notenblätter gescannt und für eine musikwissenschaftliche Erschließung zugänglich gemacht. 16 Telemann-Handschriften sind bereits in den Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin zu finden.