Zahlen und Fakten
Gustav Friedrich Hänel (1792–1878) war einer der bedeutendsten Rechtshistoriker seiner Zeit. Er bereiste u. a. Südeuropa, die Niederlande und England, um bisher unbekannte Handschriften zur Rechtsüberlieferung des Mittelalters und der Spätantike zu sammeln. Zudem war er mehr als 50 Jahre als Professor an der Universität Leipzig tätig.
Hänels Briefsammlung umfasst 3.663 Objekte, die in 23 Bänden gebunden sind. Die Schreiben datieren von 1813 bis 1876 und stellen eine einzigartige Überlieferung zur Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts dar. Ihr Besitzer dokumentierte in seinen Briefen seine Reisen und Forschungen; zudem korrespondierte er mit den wichtigsten europäischen Rechtsgelehrten seiner Zeit, darunter Karl Friedrich von Savigny, Theodor Mommsen und Konstantin von Tischendorf.
Nach Hänels Tod gelangten die Briefe 1878 in die Universitätsbibliothek Leipzig. Dort wurden sie auf Fälze geklebt und stehend aufbewahrt, was zu Schäden an den Originalen führte. Im BKM-Sonderprogramm werden die Briefe ausgebunden, vereinzelt und restauratorisch behandelt sowie in säurefreie Umschläge in Schutzboxen gelegt.