Zahlen und Fakten
Seit seiner offiziellen Gründung 2023 hat sich der Notfallverbund Oldenburg mindestens vierteljährlich getroffen, um sich mit der sogenannten Blaulicht-Ebene über Fragen der Prävention auszutauschen, Alarm- und Notfallpläne zu erstellen, eine Alarmierung des Notfallverbunds zu proben und über konkrete Schadensereignisse und ihre Bewältigungsstrategien in den Häusern zu sprechen.
Das gravierende Oldenburger Hochwasserereignis 2023/2024 schärfte den Entschluss, sich weiter zu qualifizieren. Im Rahmen des KEK-Modellprojekts sollte die praktische Arbeitsfähigkeit des Verbunds hergestellt werden. So hatte die Sichtung der erworbenen ersten Grundausstattung zusätzliche Materialbedarfe ergeben. Weiterhin stellten die beteiligten Einrichtungen eine dringende Notwendigkeit für externen Input fest, z. B. für den Aufbau von Erstversorgungsstrukturen.
Zur Optimierung und Qualifizierung wurde der Notfallverbund mit weiteren Arbeitsmaterialien ausgestattet. Zudem fanden drei Workshops und eine Notfallübung mit externen Dozent·innen statt: Begonnen wurde im September 2025 mit dem Tagesseminar "Risikoanalyse und Notfallplan(ung)" unter der Leitung von Alke Dohrmann und Almut Siegel, Projektleiterinnen SiLK – SicherheitsLeitfaden Kulturgut. Ende November fand ergänzend die zweitägige Fortbildung zur "Notfallvorsorge für Kultureinrichtungen" und "Vorbereitung und Durchführung einer Übung" statt. Diese wurde durch Ralf Seeber, Fachberater Notfallverbünde, und Nadine Thiel, Sachgebietsleitung Bestandserhaltung – Historisches Archiv der Stadt Köln, gelenkt. In der anschließenden Praxisübung wurde die Infrastruktur zur Erstversorgung aufgebaut, die Evakuierung von Kulturgut mithilfe der Feuerwehr und des THW geübt und eine Stationsübung zur Nassreinigung und Verpackung durchgeführt.