Zahlen und Fakten

Ort
Essen, Deutschland
Jahr
2019
Förderlinie
Kategorie
Träger
Gattung
Materialität
Fördersumme
8.000,00 Euro
Eigenmittel
4.000,00 Euro
Landesmittel
4.000,00 Euro
Gesamtmittel
16.000,00 Euro
Laufende Meter (Archiv)
270,00 Meter

Essen gehört neben Duisburg und Dortmund zu den wenigen Großstädte des Ruhrgebiets, die schon vor der Industrialisierung auf eine lange städtische Tradition zurückblicken können. So war Essen Residenzstadt eines kleinen geistlichen Territoriums. Landesherrin war das 852 gegründete Damenstift, das der Versorgung der Töchter des Hochadels diente und die Reichsunmittelbarkeit innehatte. Die um das Stift entstandene Stadt strebte seit dem 14. Jahrhundert nach Autonomie. Der dadurch hervorgerufene und während des gesamten Alten Reichs andauernde Konflikt beeinflusste die Geschichte der Stadt über Jahrhunderte. Nach Ende des Alten Reichs entwickelte sich Essen ab Mitte des 19. Jahrhunderts zum Zentrum der Industrialisierung in der Preußischen Rheinprovinz und wurde maßgeblich von der Expansion der Krupp'schen Gussstahlfabrik geprägt. 

Die im Haus der Essener Geschichte verwahrten Bestände dokumentieren die Stadtgeschichte seit dem 13. Jahrhundert. Neben der Urkundenüberlieferung hält insbesondere der Bestand "Altes Ratsarchiv", der Akten und Amtsbücher seit dem späten Mittelalter umfasst, einmalige Quellen bereit. Bislang lagerten die Objekte in säurehaltigen Kartonagen, weshalb ihr dauerhafter Erhalt gefährdet war. Im BKM-Sonderprogramm konnte große Teile des Bestands in neue, archivgerechte Kartons und Mappen verpackt werden.