Zahlen und Fakten
Das Projekt führt ein bereits im BKM-Sonderprogramm 2023 und 2024 gefördertes Vorhaben fort und dient dem Erhalt eines paradigmatischen Bestands der deutschen Industrie- und Technikgeschichte. Die Bauordnungsbehörde in Gelsenkirchen führte zwei Arten von Bauakten: Hausakten und Werksakten. Letztere beinhalten Bauanträge, technische Zeichnungen, Pläne und Statiken der Gelsenkirchener Industriebetriebe von 1866 bis 2006 und dokumentieren nahezu lückenlos die Phasen der Industrialisierungs- und Industriegeschichte zwischen Rhein, Ruhr und Emscher. Sie sind damit wertvolle Quellen zur regionalen Architektur- und Technikgeschichte sowie zur industriellen Infrastruktur und den dort angesiedelten Unternehmen.
Als Sonderbestand wurden die Akten in das Stadtarchiv Gelsenkirchen überführt. Bei der Übernahme befanden sie sich nahezu vollständig in den von der Verwaltung geführten Stehordnern mit Metallringheftung, die zu Schäden am Material geführt hatten. Im BKM-Sonderprogramm wurden die Objekte durch präventive Bestandserhaltungsmaßnahmen magazintechnisch gesichert. Dabei erfolgte eine Trockenreinigung sowie eine Umverpackung in säurefreie Jurismappen und Archivschachteln im passenden Folioformat. So wird eine fachgerechte, liegende und geschützte Lagerung gewährleistet.