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Schäden an auf- und durchgedrückten Siegeln

Absätze

Wachssiegel

Die Siegel des Frühmittelalters bis zum 12. Jahrhundert waren zumeist durchgedrückte Wachssiegel. Dafür schlitzte man das Pergament ein und formte das Siegel von beiden Seiten an. Da diese Befestigung des Siegels nicht sehr haltbar und schadensanfälliger als das anhängende Siegel war, wird man selten ein unbeschädigtes Stück in seinem Bestand finden. Solche Urkunden sollten besonders vorsichtig bewegt und unbedingt in separaten Urkundenkästen, eventuell mit einer ausgleichenden Polsterung, gelagert werden.

Durchgedrücktes Wachsiegel
Durchgedrückte Wachsiegel sind nur selten unbeschädigt erhalten © Zentrum für Bucherhaltung GmbH Leipzig (Christoph Busse, Birgitta Kowsky, Oliver Messerschmidt)

Lacksiegel

Ab dem 16. Jahrhundert benutzte man verstärkt aufgedrückte Siegel. Diese waren jedoch viel flacher als die oftmals sehr wulstigen frühen Wachssiegel. Eine Art dieser Siegel sind die Lacksiegel, welche auch zur Versiegelung von Briefen verwendet wurden. Der Lack aus gefärbten Harzen ist zwar relativ fest, aber sehr spröde, so dass als häufiges Schadensphänomen das Abplatzen der Lackschicht festzustellen ist. Ebenso häufig findet man Fettflecke durch die Lacksiegel, da oft Terpentinöl als Weichmacher Verwendung fand. Lacksiegel in Akten dürfen so wenig wie möglich an der Siegelstelle bewegt und keinem Druck ausgesetzt werden, um ein Abplatzen des Lackes zu verhindern. Zum Schutz kann man Streifen aus luftdurchlässigem, leicht abpolsterndem Vlies einlegen. Wenn Fettflecke aufgetreten sind, sollte man säurefreie Zwischenblätter zum Schutz der nachfolgenden Archivalien einlegen.

Oblatensiegel

Eine weitere Art der aufgedrückten Siegel sind die Oblatensiegel. Diese sind durch eine Schicht Wachs, Mehlkleister oder gebackenem Teig (Oblate), auf der eine Papierdecke (Tektur) und ein in die Masse gedrückter Abdruck liegen, gekennzeichnet. Auch diese Siegel sind druckempfindlich, aber etwas flexibler als die spröden Lacksiegel. Oblatensiegel dürfen nicht wässrig behandelt werden, da sonst das Siegelbild zerstört wird, d. h. es ist keine wässrige Entsäuerung möglich. Nichtwässrige Entsäuerungen schaden den aufgedrückten Siegeln in der Regel nicht, die mechanische Beanspruchung sollte jedoch so niedrig wie möglich gehalten werden.

Oblatensiegel © Maria Kobold, Jana Moczarski
Oblatensiegel sind flexibler als spröde Lacksiegel © Maria Kobold, Jana Moczarski

 

  • Auf- und durchgedrückte Siegel sind sehr druckempfindlich
  • Abpolsternden Vlies zum Schutz von Lack- oder Oblatensiegel einlegen
  • Zwischenblätter zum Schutz vor Ölflecken benutzen
  • Oblatensiegel nicht wässrig behandeln

Quelle

  • Kobold, Maria; Moczarski, Jana; Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt; Hessisches Landesarchiv (Hrsg.) (2020): Bestandserhaltung: ein Ratgeber für Verwaltungen, Archive und Bibliotheken. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Darmstadt, ISBN 978-3-88443-058-3. DOI: 10.25534/tuprints-00011407
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