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Bestandsschonende Konversion

Absätze

Allgemeines

Grundsätzlich gilt: Durch die Reproduzierung bzw. Digitalisierung darf das Archiv- und Bibliotheksgut nicht in seiner Erhaltung gefährdet bzw. geschädigt werden. Als Ausnahme gilt das Kopieren stark geschädigter Objekte als letzte Form der Informationssicherung vor dem endgültigen Zerfall (Ersatzverfilmung).

Risiken

Eine Reproduktion (Kopie) sollte möglichst nur durch geschultes Personal vorgenommen werden. Hierbei ist jedoch zu bemerken, dass dem herkömmlichen Kopierer oder Tischscanner in jedem Fall eine Digitalkamera ohne Blitz oder ein Aufsicht-Scanner vorzuziehen ist. Besonders schonend ist der Scan mit einem Aufsicht-Scanner (ohne den Einsatz der Glasplatte), wenn Buchkeile oder eine häufig im Scanner integrierte Buchwippe verwendet werden können. Gerade gebundene Quellen und Bücher leiden durch das Anpressen im Normalkopierer oder Flachbettscanner, da die Bindung im Rückenbereich zu stark beansprucht wird. Auch schädigt die zwar nur kurz andauernde, aber starke Lichteinwirkung und Erwärmung beim Belichtungsvorgang die Objekte.

Objekt in Scanner
Objekt im Scanner © Arne Kienzl, Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt

Es ist empfehlenswert, beschädigte und häufig genutzte Archivalien oder Bücher durch ein Digitalisat, einen Mikrofilm (Mikrofiche) oder ein Reprint zu ersetzen, um das Original vor unsachgemäßer Benutzung zu schützen. Deshalb ist zu erwägen, den Benutzer·innen (nach Klärung der Rechte) die Benutzung der Digitalkamera oder eines Handys zu erlauben, denn so können die Materialien geschont werden.

 

  • Die Reproduzierung durch Kopierer ist prinzipiell zu vermeiden
  • Flachbettscanner sollten nur für lose Blattsammlungen genutzt werden
  • Kopieren führt zu irreversiblen Schäden an Einband und Bindung
  • Digitalisate, Mikrofilme, Reprints etc. sind Möglichkeiten zur Schonung der Originale

Anwendung

Optimal

  • lose Blätter
  • Zweitexemplare für Kopien nutzen
  • Original schonen (Kopierer mit Buchwippe verwenden)

Vermeiden

  • Überformate kopieren
  • historisch wertvolle Unterlagen kopieren
  • empfindliche Materialien (z. B. Fotos) kopieren
  • gebundene Akten oder Bücher im Flachbettscanner oder Kopierer reproduzieren

Vermeidungsgrund

  • mechanische Schäden
  • irreversible Lichtschäden
  • beschleunigte Alterung

Optimal

  • für Karten, Pläne und sonstige Überformate
  • gebundene Objekte zum Fotografieren mit Buchwiege abstützen
  • Auflösung höchstmöglich
  • original unbearbeitetes RAW-Format

Vermeiden

  • Objekte zum Fotografieren extrem aufschlagen
  • oft mit Blitzlicht fotografieren (jedoch ist eher die Wärmeentwicklung und der UV-Anteil des Lichts schädlich für die Materialien)

Vermeidungsgrund

  • mechanische Schäden
  • irreversible Lichtschäden
  • beschleunigte Alterung

Optimal

  • TIFF-Format unkomprimiert (Bild)
  • mindestens 300 dpi Auflösung
  • schreibgeschützt abspeichern
  • Buchwippe und -wiege zum schonenden Digitalisieren nutzen
  • OCR-Text als PDF/A
  • XML-Datei (Metadaten)

Vermeiden

  • zu geringe Auflösung
  • komprimierte Formate
  • gebundene Objekte beim Digitalisieren durch eine Glasplatte andrücken
  • proprietäre Formate

Vermeidungsgrund

  • Nutzung für Ausstellungen, Publikationen o. Ä. nicht möglich
  • mechanische Schäden

Optimal

  • haltbare Polyestersilberfilme benutzen
  • Masterband einlagern
  • Kopien davon zur Benutzung freigeben
  • Buchwippe und -wiege zum schonenden Verfilmen nutzen

Vermeiden

  • schlechtes Filmmaterial mit kurzer Lebensdauer verwenden (z. B. Acetatfilm)
  • Verfilmung selten gefragter Bestände und dann trotzdem die gefährdeten Originalbestände ausleihen
  • Lagerung bei zu hohen Temperaturen über 21°C
  • verfilmte Originale vernichten

Vermeidungsgrund

  • kurze Lebensdauer
  • Informationsverlust
  • Essigsäure-Syndrom (Acetatfilm)

Quelle

  • Kobold, Maria; Moczarski, Jana; Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt; Hessisches Landesarchiv (Hrsg.) (2020): Bestandserhaltung: ein Ratgeber für Verwaltungen, Archive und Bibliotheken. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Darmstadt, ISBN 978-3-88443-058-3. DOI: 10.25534/tuprints-00011407
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Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) 
an der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz 
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Briefadresse: 10102 Berlin 
+49 (0) 30 266 43 1454 
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